Sipol-Fahrt Koblenz: Miltitärtechnik und sicherheitspolitik im wandel

Der September zeigte sich von seiner besten Seite, als sich eine Gruppe unserer RK auf den Weg nach Koblenz machte. In Zentrum dieser Stadt mündet die Mosel in den Rhein und bildet mit diesem heute das „Deutsche Eck“. Von hier aus hat man einen tollen Blick auf die Festungsanlage des Ehrenbreitstein, dem zweiten Ziel der Reisegruppe. Vorher galt es eine Ausstellung aufzusuchen, welche sich als echter Geheimtipp präsentierte.

Gemeint ist die Wehrtechnische Studiensammlung der Bundeswehr, die in einem unscheinbaren Umfeld wahre Schätze beherbergt. Der Besuch dieser Sammlung sollte einer von zwei Programmpunkten des Tages werden. Nachdem jedoch die Dimensionen der Ansammlung von Prototypen und aktuellen, sowie historischen Gerät deutlich wurden, musste der Zeitplan geändert werden. Nach 6 Stunden erblickten die Teilnehmer wieder das Tageslicht und waren sichtlich geschafft, aber begeistert.

Der Umfang der Sammlung ist gewaltig – das Austellungsgebäude eher unscheinbar.

Am nächsten Morgen ging es auf die Festung. 3000 Jahre Fortifikationsgeschichte sind hier zu bestaunen. Die Anlage diente in der letzten Ausbauphase als Teil eines ganzen Systems preußischer Werke und war eine Reaktion auf die damaligen militärischen Bedürfnisse. Ebenso ehrfürchtig wie die Festung selbst ist das dort untergebrachte Ehrenmal des Deutschen Heeres – ein Ort des Gedenkens.

Beide Stationen, WTS und Festung Ehrenbreitstein, verdeutlichten den Zusammenhang von Sicherheitspolitik und Militärtechnik im Kontext ihrer Zeit. Sicherheitspolitische Strategien hatten und haben Einfluss auf technische Entwicklungen, diese wiederum können bei entsprechender Innovation völlig neue Fragen aufwerfen.

Das Bildungsziel dieser Reise war mehr als erfüllt.

Ein paar Eindrücke haben wir mitgebracht:

VT1-2 Kasemattenpanzer
Steckschuss 90mm in Testplatte
Die Festung vom Rhein aus
Prunkkanone „Greif“ – 5 Meter lang und 9Tonnen schwer